Statische Dichtungen - O-Ringe

O-Ringe

O-Ringe sind am Umfang geschlossene, kreisförmige Dichtelemente, deren Wirkungsweise auf der Deformation des Querschnitts basiert. Sie werden aus Elastomerwerkstoffen in Formwerkzeugen durch Vulkanisation endlos gefertigt. Die Benennung des O-Rings besteht aus dem Innendurchmesser und der Schnurstärke in mm sowie der Werkstoffbezeichnung und Härte. Die Härte wird in Shore gemessen und wird meistens in 70 und 80 Shore verwendet.

Die vier Standardwerkstoffe sind:

  • Acrylnitril- Butadien- Kautschuk (NBR),
  • Fluor- Kautschuk (FPM),
  • Ethylen-Propylen- Dien- Kautschuk (EPDM),
  • Silicon- Kautschuk (VMQ).

Die vier Werkstoffe haben verschiedene Temperatureinsatzbereiche. Die Dichtungsfunktion von O-Ringen entsteht durch das Verpressen zwischen zwei oder mehreren Elementen im eingebauten Zustand. O-Ringe eignen sich nicht nur gut für die statische Abdichtung von ruhenden Maschinenteilen, sondern auch zur dynamischen Abdichtung. Bei der dynamischen Abdichtung beschränkt sich die Anwendung allerdings auf eher niedrige Drücke und Temperaturen.

X-Ringe

X-Ringe (oder QUAD-RING® Dichtungen) sind Vierlippendichtungen mit einem speziell entwickelten Dichtprofil. Sie sind gekennzeichnet durch die Ringform mit einem nahezu quadratischen Profil. Die Anwendung und Handhabung der X-Ringe ist mit einem O-Ring vergleichbar.

Durch ihr Profil wird aber ein Verdrehen und Verdrillen der X-Ringe in der Nut besser verhindert als bei O-Ringen. Durch ihre größere Dichtfläche (4 Kontaktpunkte), verglichen mit O-Ringen (2 Kontaktpunkte), kann die Verpressung bei gleicher Dichtwirkung reduziert werden. Dies verringert die Reibung, was gerade bei dynamischen Anwendungen von Vorteil ist. Beispielsweise werden die Gleitflächen von Motorradketten häufig durch O-Ringe oder X-Ringe vor Eindringen von Schmutz geschützt.

Die Gelenkpunkte von Motorradketten mit X-Ringdichtungen sind dabei spürbar leichtgängiger als Ketten mit O-Ringen. Eine große Auswahl von Elastomerwerkstoffen für Standard- und Sonderanwendungen ermöglicht die Abdichtung nahezu aller flüssigen und gasförmigen Medien. X-Ringe werden in Formen endlos vulkanisiert. Die Abmessungen werden über den Innendurchmesser und die Schnurdicke W definiert. X-Ringe sind ausschließlich in Zollabmessungen verfügbar.

Flachdichtungen

Flachdichtungen werden für das Abdichten ebener Flächen wie Flansche oder Gehäuse verwendet. Es gibt sie in den Werkstoffen Kupfer, Blei und Aluminium, aber auch in weicheren Stoffen wie Papier, Pappe, Gummi, verschiedene Kunststoffe, Graphit und PTFE. Flachdichtungen werden als Platten verschiedener Stärken angeboten und können entsprechend der abzudichtenden Fläche zugeschnitten werden. Die Dichtwirkung entsteht durch Flächenpressung. Um Leckagen zu vermeiden, muss konstruktiv eine gleichmäßige Flächenpressung am kompletten Umfang der abzudichtenden Fläche gewährleistet sein.

Flachdichtungen stellen sehr hohe Ansprüche an die Oberflächengüte der Dichtflächen. Zudem entstehen schnell sehr hohe Lagerhaltungskosten, bedenkt man die unzähligen Gehäuseformen, die jeweils eine Bevorratung individuell zugeschnittener Flachdichtungen bedingt.

Flüssigdichtungen sind von der Dichtflächenform unabhängig und daher universeller einsetzbar. Sie sorgen daher für eine geringere Lagerhaltung. Zudem haben Flüssigdichtungen den Vorteil, dass sie sich perfekt an die Oberfläche anpassen bevor sie aushärten. So entstehen auch bei gröberen Oberflächen keine Spalten, die Dichtwirkung bleibt bestehen und eine Korrosion an den Dichtflächen wird vermieden.

Schraubendichtungen (Usit-Ringe)

Usit-Ringe sind metallische Flachdichtungen mit innen oder außen anvulkanisiertem, trapezförmigem, gummi-elastischem Dichtwulst zur statischen Abdichtung von Verschraubungen und Flanschverbindungen.

Rundschnüre

Rundschnüre sind endlose, stranggepresste Schnüre mit O-Ringprofil. Sie bilden das Ausgangsmaterial für Rundschnurringe, die als statische Dichtung, zum Beispiel für die Abdichtung größerer Flanschen oder Behälterdeckel, eingesetzt werden.

 

O-Ringe

O-Ringe sind ringförmige Dichtungselemente. Der Name leitet sich vom runden (O-förmigen) Querschnitt des Rings ab. In Deutschland sind O-Ringe in der DIN-Norm DIN 3771 genormt.